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25.07.2026 – 25.07.2026
Täglich von: 21:00 – 21:30

Poesie, Erinnerung und die Nachwirkungen des Imperiums

13+ Jahre MS Stubnitz – Kultur, Raumschiff Kirchenpauerkai 29, 20457 Hamburg

An der Schnittstelle von Poesie, Zeitzeugenberichten und Wiedergutmachungsgerechtigkeit präsentiert der Ovaherero-Dichter und Kulturarbeiter Prince Kamaazengi Marenga eine gedenkende Intervention, die sich mit dem lebendigen Erbe des deutschen Kolonialismus auseinandersetzt. Zwischen dem Hamburger Hafen und den Wüsten Namibias, zwischen persönlicher Biografie und kollektivem Gedächtnis bewegt, lädt „From This Shore“ das Publikum dazu ein, sich neu vorzustellen, wie alles hätte beginnen können. Durch Spoken Word und Reflexion hinterfragt die Performance, wie wir eine schwierige Vergangenheit erben und wie wir damit umgehen.

Prinz Kamaazengi Marenga

Prinz Kamaazengi Marenga ist ein Ovaherero-Dichter, Kulturarbeiter und Verfechter der Wiedergutmachungsgerechtigkeit, der in Deutschland lebt und arbeitet. Er wurde in Botswana als Sohn von Eltern geboren, die von Überlebenden des Völkermords aufgezogen wurden. In seinem Werk setzt er sich mit Erinnerung, Vertreibung, Zugehörigkeit und den anhaltenden Folgen des deutschen Kolonialismus in Namibia auseinander.

Als Hauptvertreter in Deutschland und Hauptkoordinator für die Wiedergutmachungsjustiz der Ovaherero in Europa arbeitet er an der Schnittstelle von Kunst, öffentlicher Geschichtsarbeit, Bildung und Dialog und kooperiert dabei mit Museen, Universitäten, Kulturinstitutionen, Kirchen und Nachfahrengemeinschaften. Seine künstlerische Praxis verbindet Poesie, Geschichtenerzählen, mündlich überlieferte Geschichte, Performance und Gesang und schafft so Räume, in denen schwierige Geschichtsverläufe mit Ehrlichkeit, Würde und Menschlichkeit konfrontiert werden können.

Mit seiner Arbeit möchte Marenga Brücken zwischen Vergangenheit und Gegenwart, zwischen Namibia und Deutschland sowie zwischen Erinnerung und Wiedergutmachung schlagen. Seine Performances basieren auf der Überzeugung, dass Kunst Orte erreichen kann, die die Politik allein nicht erreichen kann, und so Erinnerung in Begegnung und Dialog in Verständnis verwandelt.