Die Samen, die wir tragen
9 - 14 Jahre Altonaer Museum Altonaer Museum, Museumstraße 23, 22765 Hamburg Platz BuchenDie Künstlerin Razan Sabbagh (sie/ihr) und die Filmpädagogin Sarah Savalanpour (sie/ihr) laden euch zu einem spannenden Kunst- und Forschungsworkshop ein: Gemeinsam werden wir Essen, Klang und Performance als künstlerische Mittel erkunden, um Migrationsgeschichten und koloniale Kontinuitäten ans Licht zu bringen.
Welche Geschichten verbergen sich in Gewürzen, Rezepten oder Supermarktregalen?
Mit einem Beitrag der Kulturwissenschaftlerin Meryem Choukri sammelt ihr Klänge, Erinnerungen, Stimmen und Gesten rund um das Thema Essen und verwandelt diese gemeinsam in Klanglandschaften, Performances und audiovisuelle Werke. Dabei versteht ihr Essen als Träger historischen Wissens und gelebter Erfahrung, geprägt von Beziehungen zwischen Menschen, Orten und Zeit. Der Workshop konzentriert sich auf das Erzählen von Geschichten und die Vorstellungskraft, geprägt von den Perspektiven und Ideen der jungen Teilnehmenden.
Am Festival-Sonntag, dem 26. Juli, laden wir euch zu unserem „Performativen Rezepttisch“ ein – einem lebendigen Gespräch rund um Essen, Erinnerung und die Menschen, die uns das Kochen beigebracht haben, belebt durch Lesungen, Gesten und Klänge. Das Publikum ist eingeladen, die wachsende Sammlung um eigene Rezepte zu ergänzen.
Razan Sabbagh sie/ihr
Razan Sabbagh (sie/ihr) ist eine Bildende und Performance-Künstlerin, die sich in ihrer Arbeit mit Fragen sozialpolitischer Machtstrukturen auseinandersetzt. In ihren Arbeiten – darunter Performance, Installation, Text, Klang und partizipative Formate – schafft sie Räume, die Machtverhältnisse und gesellschaftliche Dynamiken erfahrbar machen – in Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Communities.
Ihre Arbeiten wurden u. a. in der Kunsthalle Bremen, bei Kampnagel und im Thalia Theater in Hamburg gezeigt sowie international im Sharjah Art Museum, am Goethe-Institut in Paris, bei Casino Display in Luxemburg und im Simian in Kopenhagen. 2024 erhielt sie den Artist Training Prize der UdK Berlin, 2025 das ZEIT-Stipendium.
Sarah Savalanpour sie/ihr
Sarah Savalanpour (sie/ihr) ist eine interdisziplinäre Künstlerin, Medienforscherin und Filmkuratorin. Ihre Arbeit bewegt sich zwischen Archivierung und Filmemachen und untersucht das Nachleben von Standbildern und bewegten Bildern. Sie hat einen BFA in Zeitbasierten Medien und einen MA in Kunstpädagogik von der HFBK Hamburg. Sie ist Teil des Kuratorenteams der dokumentarfilmwoche Hamburg und Mitbegründerin von para-education e.V., einem Kollektiv, das sich der kritischen Kunstvermittlung im öffentlichen und institutionellen Kontext widmet.