Wie kam der Kakao eigentlich nach Hamburg? Was erfahren wir über die Geschichte der Stadt und der Umwelt durch den Kakaoanbau?
Durch die gemeinsame Zubereitung eines von Yolanda Gutiérrez entwickelten Kakaogetränks erlebt ihr einen spielerischen, sinnlichen und körperlichen Zugang zu Geschichte, Erinnerung und Gemeinschaft. Gemeinsam wird gekocht, gerochen, probiert und erzählt. Ein Erlebnis, das alle Sinne anspricht und Begegnung schafft.
Im Anschluss führt eine gemeinsame Kakao-Walking-Performance vom URBANEO bis zum Strandhöft. Während des Workshops und entlang des Weges erfahrt ihr mehr über die Herstellung von Kakao sowie die kolonialen Verflechtungen Hamburgs. In unmittelbarer Nähe befand sich der ehemalige Kaispeicher A, früher Kaiserhöft genannt, der einst als Lager- und Umschlagort für Kaffee und Kakao aus kolonialen Handelsbeziehungen diente. Nach seinem Abriss wurde der erhaltene Klinkersockel zum Fundament der heutigen Elbphilharmonie.
Die Kakao-Walking-Performance verbindet Bewegung, Wahrnehmung und gemeinsames Erforschen mit Fragen nach Handel, Kolonialgeschichte und den bis heute sichtbaren Spuren dieser Geschichte im Stadtraum Hamburgs.
Wichtiger Hinweis zum Ort: Findet statt im Urbaneo auf der Elbseite am Wasser.
Yolanda Gutiérrez sie/ihr
Yolanda Gutiérrez (sie/ihr) ist eine Hamburger Choreografin. In ihrer künstlerischen Arbeit setzt sie sich seit vielen Jahren mit ihrer eigenen Migrationsgeschichte auseinander. Von frühen Kochperformances, inspiriert von Kindheitserinnerungen, über Projekte der freien Szene bis hin zu großen Produktionen auf Kampnagel untersucht sie Fragen zu Identität, Erinnerung und sozial politischen Zustände. Seit 2017 liegt ihr Fokus auf der Dekolonisierung von Stadt, Raum und Körper. Daraus sind performative Audiowalks hervorgegangen, die in Hamburg und auf internationalen Festivals gezeigt wurden.